Fluss Raša: Tal, Nebenflüsse und Raša-Bucht
Die Raša verbindet das Binnenland Ostistriens mit einer tiefen Meeresbucht. An ihrem Lauf liegen steile Talhänge, Felder und die Brackwasserzone der Mündung.
Von Potpićan durch das Karstland
Der Hauptlauf der Raša ist 23 Kilometer lang. Diesen Namen trägt der Fluss ab Potpićan, wo Gewässer aus dem verzweigten oberen Einzugsgebiet zusammenfließen. Das größere Quellgebiet umfasst die Hänge der Učka und der Ćićarija.
Flussabwärts durchquert die Raša die Raška draga, ein tief in den Kalkstein eingeschnittenes Tal. Im Karst versickert Wasser häufig im Untergrund. Hier ermöglichen mächtige Flussablagerungen am Talboden einen oberirdischen Lauf. Auch Karstquellen entlang des Flusses speisen ihn mit Wasser.
Felder und ein überflutetes Flusstal
Auf dem ebenen Boden des unteren Tals liegen landwirtschaftliche Flächen. Durch Entwässerung und Landgewinnung machten Menschen einen Teil des früheren Sumpflands zu Feldern. Am Wasser bestehen weiterhin Schilfbestände und andere Feuchtlebensräume.
An der Mündung trifft Süßwasser auf das Meer, und die Gezeiten wirken sich auch auf den Unterlauf aus. Die Raša-Bucht ist etwa zwölf Kilometer lang. Nach der letzten Eiszeit überflutete das Meer den unteren Abschnitt des alten Flusstals. Zwischen den steilen Hängen erstreckt sich heute die Meeresbucht.
Fluss, Bergbaustädtchen und Wasserfälle
Das gleichnamige Bergbaustädtchen Raša liegt in einem Seitental am Krapanski-Bach. Dieser mündet unterhalb der Brücke Raški most in die Raša. Das Städtchen und der Hauptlauf des Flusses sind unterschiedliche Ausflugsziele, auch wenn sie den Namen teilen und zum selben Talsystem gehören.
Im oberen Einzugsgebiet liegen der Sopot bei Floričići, der Benkovski-Wasserfall bei Most Pićan und der Gologorički-Wasserfall bei Lukačići. Es handelt sich um getrennte Orte an Zuflüssen, abseits des Hauptbetts der Raša.
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