Fluss Dragonja: Flyschtal und jahreszeitlich wechselnde Wasserfälle
Die Dragonja hat in den Flyschhügeln Nordwestistriens ein Tal mit Kaskaden und Kolken geformt. Sommerdürre und Regen verändern Wasserstand und Wasserfälle.
Weicherer Mergel und härterer Sandstein
Die Dragonja ist 28 Kilometer lang. Ihr Oberlauf besteht aus einem Netz von Bächen im slowenischen Teil Istriens. Bei Škrline treffen die Velika Rokava, auch Dragonja genannt, und die Mala Rokava, auch als Pinjevec bekannt, zusammen.
Im Flysch wechseln weichere Mergel- und härtere Sandsteinschichten einander ab. Wasser trägt sie unterschiedlich stark ab. So entstehen Stufen, über die es in Kaskaden fließt. Im Tal hat der Fluss auch Mäander, Kolke und Kiesbänke geformt.
Wasserfälle und wechselnde Wasserstände
Im Sommer trocknen Teile der Dragonja häufig aus. Stärkere Winterregen können den Wasserstand rasch steigen lassen und umliegende Flächen überfluten. Dauerhafte Quellen im Unterlauf führen dem Fluss zusätzlich Wasser zu.
Zu den bekannten Orten gehören Škrline sowie die Wasserfälle am Zufluss Pasjok und am Bach Supot unterhalb von Koštabona. Sie liegen in verschiedenen Teilen des Gewässernetzes.
Mühlen, Felder und der Weg zum Meer
Am Fluss arbeiteten früher Mühlen, Ende des 19. Jahrhunderts waren es 22. Die dicht bebauten Dörfer liegen wegen der Hochwassergefahr auf höherem Gelände. Die bewirtschafteten Hänge am rechten Ufer sind teilweise terrassiert und mit Steinmauern abgestützt.
Der Unterlauf durchquert entwässertes Ackerland im kroatisch-slowenischen Grenzgebiet. Hier leiteten Menschen die Dragonja in den Kanal des heiligen Odorich um. Er verläuft am Südrand der Salinen von Sečovlje und mündet in den Golf von Piran. Durch das alte Flussbett fließt die Drnica zum Meer.
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