Dajla: Landsitz und ehemaliges Kloster am Meer
Dajla liegt an der Küste nördlich von Novigrad. Zum Landsitz am Meer gehört die Kirche Johannes des Täufers, später nutzten Benediktiner die Anlage.
Palast, Kirche und Kaplanshaus umgeben einen zum Meer offenen zentralen Bereich. Zwischen dem Hauptgebäude und der Küste liegen der ehemalige Garten und ein Portal. Am Ufer befindet sich ein kleiner steinerner Anleger. Der Landsitz war somit auch vom Meer aus erreichbar.
Eine Kirche und ihr architektonisches Gegenstück
Die Barockkirche Johannes des Täufers wurde 1783 geweiht. Der französische Architekt Le Terrier de Manetot entwarf 1839 die heutige Anlage und behielt die Kirche bei. Ihr gegenüber plante er ein Kaplanshaus mit entsprechender Fassade. Beide Gebäude bilden zu Seiten des zentralen Bereichs ein architektonisches Paar, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben hatten. Dahinter steht der rechteckige neoklassizistische Palast mit zwei Obergeschossen, errichtet anstelle einer älteren Burg.
Vom Landsitz zum Kloster und Heim
Die Geschichte des Besitzes reicht bis in die Antike zurück, lange bevor der heutige Palast entstand. Auf eine mittelalterliche Klostergemeinschaft folgten Jahrhunderte, in denen Adelsfamilien das Anwesen verwalteten. Graf Francesco Grisoni bestimmte es für die Benediktiner aus Praglia bei Padua, verbunden mit der Verpflichtung, sich um die Bildung in der Gegend zu kümmern.
Die Benediktiner zogen 1860 in die Villa ein, und das Kloster bestand bis 1948. Danach dienten die Gebäude bis 1989 als Alten- und Armenheim.
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