Drei istrische Flüsse: Mirna, Dragonja und Raša
Mirna, Dragonja und Raša fließen vom istrischen Hügelland zum Meer. Zur Wahl stehen eine Wanderung, ein Altstadtbesuch oder ein Ausflug zur Raša-Bucht.
Ihre Mündungen liegen an verschiedenen Seiten der Halbinsel.
| Fluss | Teil Istriens | Mündung |
|---|---|---|
| Mirna | Nordistrien | Bei Antenal nahe Novigrad |
| Dragonja | Nordwestistrien | Bucht von Piran, an den Salinen von Sečovlje |
| Raša | Ostistrien | Raša-Bucht |
Mirna: Wandern bei Buzet und der Blick von Motovun
Die Mirna ist rund 53 Kilometer lang. Aus der Gegend von Buzet fließt sie nach Westen durch das Tal unterhalb von Motovun zum Meer. In der Niederung am Fluss und seinem Nebenfluss Butoniga wächst der Motovuner Wald. Zu diesem Lebensraum gehören Stieleichen, Eschen und Ulmen. Im Boden wachsen Trüffeln.
Für eine Wanderung am Oberlauf bietet sich der Sieben-Wasserfälle-Weg an. Er beginnt in Buzet und führt als Rundweg durch umliegende Dörfer und Kotli zurück. Die markierte Route ist etwa 13,3 Kilometer lang. Planen Sie rund fünf Stunden ein. Der Weg umfasst steile Abschnitte und Gewässerquerungen.
Motovun erhebt sich über dem Fluss und dem Motovuner Wald. Seine Altstadt besichtigen Sie auf dem Hügel, getrennt von der Wanderrunde bei Buzet.
Dragonja: Flyschtal und wechselnde Wasserfälle
Der Hauptlauf der Dragonja ist 28 Kilometer lang. Ihr oberes Gewässernetz verzweigt sich im slowenischen Teil Istriens. Bei Škrline vereinigen sich die Velika Rokava, auch Dragonja genannt, und die Mala Rokava, die auch Pinjevec heißt.
Im Tal wechseln weichere Mergel mit widerstandsfähigerem Sandstein. Das Wasser trägt diese Schichten unterschiedlich ab. So entstehen Felsstufen mit Kaskaden und Becken im Flussbett. Im Sommer fallen Teile des Flusses trocken. Stärkere Winterregen können den Wasserstand rasch ansteigen lassen und umliegende Flächen überfluten. Das Erscheinungsbild der Wasserfälle hängt deshalb von der Wassermenge ab.
Der Unterlauf durchquert eine landwirtschaftlich genutzte Ebene im kroatisch-slowenischen Grenzgebiet. Menschen leiteten ihn in den Kanal des hl. Odorik um. Darin erreicht die Dragonja am Südrand der Salinen von Sečovlje das Meer.
Raša: Flusstal, Bergbaustadt und Meeresbucht
Die Raša trägt diesen Namen ab Potpićan und fließt 23 Kilometer zum Meer. Ihr Einzugsgebiet reicht bis an die Hänge von Učka und Ćićarija. Flussablagerungen am Talboden ermöglichen einen oberirdischen Lauf durch die Kalklandschaft. Im unteren Tal nehmen entwässerte Felder einen Teil des früheren Sumpflands ein.
Die Raša-Bucht ist die Fortsetzung des alten Flusstals, das vom Meer überflutet wurde. Für einen Besuch dieses Küstenabschnitts eignet sich Trget, ein Fischerdorf an der Bucht. Sein Name geht auf den früheren Transport von Menschen und Gütern über den Meeresarm zurück.
Die Bergbaustadt Raša liegt in einem Seitental des Krapna-Bachs. Sie entstand in den 1930er-Jahren für den Bergbau, mit Arbeiterhäusern und einem zentralen Platz.
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